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 Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade

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AutorNachricht
Talis

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Dez 14, 2013 7:35 am

Nur unterbewusst nahm er ihr seufzen war. Dennoch hätte er ihren Gedanken nur zugestimmt. Er WAR ein anderer, seitdem er die Nachricht von dem Tod seines Vaters bekommen hatte. Glaubte er sich noch vorher immer als bereit dazu, die Krone zu tragen, so zweifelte er jetzt. Bereute es, dass er sich mit seinem Vater im Streit getrennt hatte. Und noch so manch andere Dinge. Auch wenn er, tief im innersten, wusste, dass sein Weg niemals klarer vor ihm lag. Es war an ihm ein Zeichen zu setzen! Kein anderer konnte er dies. Denn es gab so viele Menschen, die sich jetzt auf ihn verließen. Die darauf bauten, dass er die richtigen Entscheidungen traf. Die ihn verurteilten, wenn er es nicht tat. Dass er es, zum ersten Mal in seinem Leben, für ausgeschlossen hielt, dem Tod zu entrinnen. Die kleine kämpferische Flamme, die immer gebrannt hatte, war fast erloschen. Ob der Gedanken seine Liebste und alle anderen wichtigen Personen nie wieder sehen zu können, würde wohl auch jedes anderen Mannes Kampfesgeist fast zu nichte werfen. Zwar sagte ihm ein kleines Stimmchen, dass solche Gedanken nichts brachten. Dass er sich erst gar keine solche Gedanken bilden sollte. Doch wie konnte er das tun? Erst die wütende Stimme von seiner Kämpferin brachte seine vielen Gedanken zum Schweigen. Fast schon wie ein hilfloser Welpe sah er zu ihr auf, während sie ihm eindeutig die Meinung sagte. Syrah hatte versucht tapfer zu sein, weil sie nicht einmal Ansatzweise etwas von seinem Plan ahnte. Estelle, seine Nennschwester, war fast zusammen geklappt bei dem Gedanken, dass ihn der Tod eines Soldaten ereilen würde – und das mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit. Doch gleich wie er es drehte und wendete – ER konnte es nicht mit seinem Gewissen ausmachen, einen unschuldigen, jungen Mann zu opfern. Nicht bei der letzten Schlacht.

Preise, die niemals hätten verlangt werden sollen! Preise, die man hätte verhindern können! Niemals werde ich einen unschuldigen Boten auf dem Schlachtfeld sterben lassen, obwohl ich die Art und die Weise meines Gegners kenne! Ist es dann so verkehrt, dass ich innerlich, keine Hoffnung mehr für mich habe? Dass ich dafür sorge, dass UNSER Land sicher ist und wir in nächster Zeit keine Kriege mehr haben werden? Ich betrachte es nicht als mein Land. Es ist...lediglich eine schwere Bürde, die Entscheidung für andere zu treffen. Über Leben und Tod zu entscheiden und all dies. Früher, als junger Knabe dachte, ich sei bereit dazu. Doch darin habe ich mich geirrt. Man ist nie bereit dazu, solch eine Bürde zu tragen. Mein Lehrmeister sagte mir einmal, dass jeder Mann einen Kreis um sich zieht. Die ärmeren, denken an sich selbst und an ihre Familie. Andere denken auch noch an Freunde und entfernte Verwandte. Weitere wiederum müssen auch noch ein ganzes Dorf berücksichtigen. Doch das schwerste ist es, einen Kreis um all jene zu ziehen, die man nicht einmal kennt. Um ein ganzes Land, dass man seine Heimat nennt und für das man alles aufgeben würde. Früher war ich naiv. Glaubte, ich könnte den größten aller Kreise ziehen. Doch..ich wurde auf den Boden der Wirklichkeit zurück gezogen. Ich kann unser Land nicht beschützen, wenn ich nicht bereit bin Opfer einzugehen. Jedoch ist ein Bauer immer wichtiger als der König....

Hart schluckte er die letzten Worte hinunter. Lange hätten sie noch diskutieren können. So wie sie es gelegentlich taten. Dennoch half ihm diese Art irgendwie wieder auf die Beine. Sein inneres Feuer und die Stärke zu finden. Vor allem mit ihrer Art und mit ihrem Tonfall. Seraphina hatte gut daran getan, ihn zurecht zu stutzen. Denn genau das hatte er gebraucht. Etwas, dass jetzt garantiert kaum noch jemand wagen würde. Ein Wort von Talis und er könnte Menschen zum Schafott verurteilen. Selbst wenn Talis nicht so war, so war er jetzt doch der König und hatte diese Macht. Alleine der Gedanke daran konnte Menschen lähmen und dazu bringen zu allem ihre Zustimmung zu geben. Dennoch musste er jetzt doch etwas irritiert drein sehen, als Sera ihm die Krone vom Knie stahl. Sollte sie dieses Schmuckstück haben. Dieses Statussymbol brachte nur Lasten mit sich. Das Einzige, was sich in ihm regte war eine erschreckende Tatsache. Sie hatte seinem Vater gehört. Seinem Großvater und seinen anderen Ahnen. Dennoch ließ er sie machen und musste etwas schmunzeln, als sein Hengst ihr diese Dreistigkeit gewährte und still hielt. Als würde sein Begleiter wissen, dass er jene Aufmunterung jetzt brauchte. „Wie recht du doch hast. Vielleicht sollte er an meiner statt regieren.“, war das einzige, mit einem leisen lachen, das er hervor bringen konnte. Dennoch brachte ihn Seraphina sofort wieder zum Nachdenken. Ehrenvoll. Was bedeutete dieses Wort?

Ehre...Was ist das Ehre? Es ist nicht mehr als ein Wort. Jeder definiert dieses Wort selbst. Genauso wie jeder Regeln und Gesetze selbst definieren kann. Es ist...etwas, dass wir für uns selbst definieren und welches wir für uns selbst bestimmen müssen. Etwas, dass jedem Manne und jeder Frau innewohnt, sogar jedem Kind, die versuchen ihr Zuhause zu verteidigen. Koste es, was es wolle. Selbst wenn dieses Zuhause nur eine kleine, zerfallene Hütte definiert. Ehre kann eine Handlung eines Knappen sein, der ein sterbendes Pferd verteidigt, bis er selbst sein Leben aushaucht. Ehre kann man oft als Wort benutzen.

Leise endete er und schluckte hart. Nicht wissend, dass ihn diese Worte von Seraphina wieder auf den richtigen Kurs bringen würden. Nicht wissend, dass sich in ihm etwas regte, dass er seit letzter Nacht verloren glaubte. Er konnte sich keine Schwäche leisten! Keine offensichtliche Schwäche! Denn er musste für ein ganzes Land einstehen. Für jeden Mann und jede Frau, die ihm bei dem Kampf beistehen würden. Für alles, dass er liebte und für alles, was für andere Menschen das Zuhause bedeutete. Daher antwortete er nicht auf ihre letzten Worte nicht. Allein sein äußeres schien Antwort genug zu sein. Jenes Funkeln schien langsam wieder in seinen Augen aufzuglimmen. Jenes, dass man von ihm kannte. Selbst sein äußeres schien mit jedem ihrer Worte, nicht mehr wie ein alter Mann zu wirken, der viel zu viel gesehen hatte. Nun reichte sie ihm die Hand und sein Blick wanderte zu jener. Während ihre Worte ihm durch den Kopf gingen. Wem sollten die Männer folgen, wenn nicht ihm? Wenn er sie in die Schlacht führte, sollte er es doch mit einer gewissen Überzeugung und stärke tun. Gleich, wenn er auch wusste, was ihn erwarten würde. Daher ergriff er ihre Hand und ließ sich von ihr hoch helfen. Einen Augenblick sah er in ihre dunklen Augen und küsste dann sachte ihre Stirn. So viele Erinnerungen, die in dem Moment einfach hoch kamen. Dennoch löste er sich von ihr und nahm Galahad endlich die Krone ab. Setzte sie sich schließlich wieder auf sein Haupt und lächelte sanft und charmant. Die übliche Stärke war in seine Augen zurück gekehrt.

Ich danke dir – und keine Sorge, den wirst du sehen. Auch wenn ich noch das ein oder andere zu erledigen habe, bevor das Heer die Stadt verlässt. Und ich erwarte, dass du dich trotzdem an meine Anweisungen hältst. Es hat seinen Grund, warum ich es so wollte. Selbst wenn ich für einen kurzen Moment gebrochen war.

Nun zögerte er doch ein wenig und befestigte die letzten Riemen an dem Sattel und der Montur seines Rappen. So als wollte er seine Gedanken ordnen und die letzten Zweifel vorbei wischen. Ganz so, als hätten sie niemals existiert.

Und...du glaubst, dass ich es kann?
Würdest du mir bis in den Tod und noch weiter folgen?


Damit meinte er natürlich nicht nur, dass er eine Schlacht schlagen konnte. Das konnte er schon seit dem er ein Knabe war. Es ging um alles. Darum, dass er bereit war König zu sein. Den Platz seines Vaters einzunehmen. Dass er es schaffte zu überleben, obwohl seine Möglichkeiten bei dem Plan sehr gering waren. Ob er später ein guter Ehemann und ein guter Vater sein konnte. Es ging einfach um alles. Um das ganze Konzept. Um jenen Teil, der sein Schicksal zu sein schien.

Im Stall | Bei Sera | redet

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Reiter preschen durch die Menge, Bogenschützen lichten Reihen, Lanzenträger Katapulte, Mauern brechen, stürzen ein. Auf der Höhe die Strategen, Boten hetzen durch die Schlacht, Der Spion in Feindeshand - Ein Hinterhalt in finst'rer Nacht..Das Kriegsglück liegt bald hier, bald dort, Gegner tasten, suchen Lücken, Brechen durch - ein Gegenschlag. Man sieht Männer Waffen zücken. Einer dann den Ausfall wagt, Recken prallen aufeinander. Panzer scheppern, Schilde brechen, Klingen suchen, finden, stechen...
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Seraphina

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Mi Dez 18, 2013 4:57 am

Leicht schüttelte die junge Frau mit ihrem Kopf. Jedoch behielt sie den Gedanken für sich, das ein Bauer genau so viel Wert war wie ein König. Während der König regierte und seine Aufgaben erfüllte, so sorgte der Bauer für Nahrung und Trinken. Sie versorgten die Bevölkerung. Jeder trug seinen eigenen Teil an diesem Kreislauf bei. Auch wenn die Braunhaarige kein Wort über ihre Lippen brachte, erkannte sie das sie genug beigetragen hatte um Talis auf seinen rechten Pfad zurück zu führen. Schließlich aber neigte sie ihren Kopf, als er ihr sagte, das er erwarte das sie sich an die Anweisungen hielt.

"Natürlich Talis."

Erwiderte die Amazone und wollte sich abwenden, als der junge Mann erneut seine Stimme erhob.

"Natürlich kannst du dies, Talis und du weißt wohl am besten das ich dir in den Tod und darüber hinaus folgen werde. Soweit ich hier als die Heerführerin stehe!"

Klar und selbstsicher drang ihre Stimme aus ihrer Kehle.

"Das Heer erwartet euren Aufbruch."

Damit wand sich die Braunhaarige ab, lies dem jungen König etwas Zeit für sich und schritt zu den anderen zurück. Mit einem einfachen Befehl sorgte sie dafür, das die Männer nun bereit waren und nur auf den König warteten.

[ Im Stall | Talis | spricht & geht zum Heer zurück ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Do Jan 09, 2014 4:40 am

Darf ich das etwa nicht, nach solch einer Nacht?“, fragte er mit einem frechen Schmunzeln auf den Lippen. Doch jenes Schmunzeln verschwand sehr schnell, denn er spürte sich näher gezogen und erwiderte den Kuss seines Geliebten lustvoll. So wie er es auch in der letzten Nacht getan hatte. Nur um sich dann trotzdem zu erheben und in seine Hose zu schlüpfen. Bei den anzüglichen Worten seines Liebsten musste Nico dann doch leise lachen und drehte sich zu Rouven um, „Du hast mir ohne auch besser gefallen. Aber was muss das muss. Oder sollte ich etwa nackt später auf die Straße gehen?“, fragte er mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Und dann kamen freche und etwas anklagende Worte über die Lippen des Befehlshabers. Über jene Lippen, von denen sich Nic in der letzten Nacht nicht hatte lösen können. Wie ein Raubtier bewegte er sich geschmeidig auf den Assassinen zu und dennoch erwiderte er den Blick vollkommen ruhig, „Nein. Wenn es nach mir gehen würde, hätte die letzte Nacht nie enden dürfen.“. Das stimmte auch. Denn er sehnte sich wieder diese Nacht herbei und wünschte sich wirklich, dass sie dann nie enden würde. So konnte er immer an der Seite seines Liebsten bleiben. Ohne dass sein Geheimnis jemals ans Licht kommen würde. Auch wenn er in den letzten Monaten vom Großmeister deutlich härter ran genommen wurde, in den Übungen und im Training, als die anderen Auserwählten, die für diese hohe Stellung in Frage kamen. Manchmal konnte selbst Rouven Nico das ansehen. Wenn er vollkommen erschöpft zu dem Befehlshaber kam und sich einfach nur nach dessen Nähe und Berührungen sehnte. Eine Nacht mit Rou und schon ging es Nicoló wieder deutlich besser. Ein Klopfen riss ihn aus diesen Gedanken und so wanderte sein Blick zu dem Fenster. Bei dem Anblick seines Falken schluckte er kurz und öffnete dann das Fenster. Ruhig nahm er das Stück Pergament an sich und wollte damit beginnen es zu lesen. Hatte nur nebenher erwähnt, dass er heute auch arbeiten musste.

Und doch spürte er schon, wie Rouven ihn streichelte und offenbar versuchte ihn wieder halb zu verführen. Für wenige Sekunden wurde das Stück Pergament in seiner Hand irrelevant. Die Hand, die das Schriftstück fest um schlossen hielt, stützte er auf dem Tisch ab. Während er die freie Hand nach dem anderen Mann ausstreckte und sich für einen kurzen Moment seinen Berührungen entgegen drängte. Wäre nicht der Falke gewesen, hätten beide sich wohl zu ihrer Aufgabe verspätet. Doch der Falke stieß einen, fast schon vorwurfsvollen, Schrei aus. Weswegen der Assassine seinen Geliebten sanft von sich schob. Nur um dann, während des auf und ab gehens, dem Schriftstück zu widmen. Immer ernster wurde seine Mimik dabei, bis er das Pergament schließlich einfach in der restlichen Glut verbrannte. Dabei zu sah, wie die Hitze nach dem Papier züngelte und jenes immer schwärzer wurde, bis es zur Asche verbrannt war. Dann formte er endlich seine Gedanken zu Worte. Bereute es fast auch gleich wieder. Denn er spürte den argwöhnischen Blick seines Liebsten und fragte sich kurz, ob er es vielleicht doch vergessen sollte. Wollte er Rouven da überhaupt rein ziehen? Er musste es. Der Prinz – nein, der junge König war dafür bekannt Verfolger und Fallen zu wittern. Besser als jeder Jagdhund. Nicoló hätte keine Chance, wenn Rouven ihm nicht helfen würde. Jenes war ihm genauso bewusst. Ob der Großmeister es extra eingefädelt hatte? Innerlich erstarrte er. Was war, wenn der Mentor von seiner Liebschaft zu Rouven wusste? Jene ging schließlich schon eine Weile. Hatte er davon erfahren? Und wenn ja, wie hatte er es erfahren?

Sanft küsste er die Lippen des Befehlshabers und sah ihm dann ruhig entgegen. „Ich..bitte dich darum, dass du mir hilfst. Erwarten tu ich nichts. Es liegt bei dir, ob du mir hilfst oder nicht..“, sagte er dann schließlich. Denn letztendlich war es die Entscheidung des etwas Jüngeren, ob er Nic helfen wollte oder nicht. „Der junge König – Talis – zieht heute in den Krieg. In eine Schlacht, die er kaum überleben wird, wenn er seinen wahnwitzigen – aber sehr guten und durchdachten – Plan wirklich ausführt.“, begann er nun leise zu erklären, „Ich soll ihn beschützen. Aber niemand würde einen Söldner in die Nähe des Königs lassen. Einen Befehlshaber der Wache schon. Wenn du mich mit nimmst und dem König anbietest, mit ihm in den Krieg zu ziehen..“. Einen Augenblick ließ er diese Worte sacken, bevor er seine Stimme erneut erhob, „Du musst das nicht tun. Ich bitte dich lediglich mir zu helfen. Wenn du es nicht tun willst, kann ich es verstehen und bin dir nicht böse deswegen. Dann werde ich einen anderen Weg finden müssen, meine Aufgabe zu erfüllen.“. Wie Rouven wohl reagierte? Einen Moment herrschte Stille, bevor es dann auf einmal an der Tür klopfte. „Signore Nicoló? Ich habe hier ihre Sachen.“, in dem Moment folg Nics Kopf etwas mehr in die Höhe und fixierte die Tür. Gelassen ging er zu dieser und öffnete sie dann einfach. Wohl wissend, dass er durchaus jederzeit angegriffen werden konnte. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen war da nur ein Novize, der sich als Laufbursche verkleidet hatte und nun die Sachen von Nic hinein reichte. Dankbar nahm Nicoló sie an und betrachtete kurz ein Symbol auf diesem zusammen geschnürten Paket. Jenes Zeichen ließ ihn ein wenig erbleichen, denn er wusste was dies hieß. Jedoch atmete er tief durch und schloss die Tür. Tat so, als wäre nichts gewesen. Das Paket legte er aufs Bett ab und betrachtete wie der Falke einfach in das Zimmer flatterte und sich an der Wasserschüssel mit Wasser bediente. „Und...?“, fragte er dann leise, „Hilfst du mir?“.

[ Bei Rouven | liest den Brief | erklärt sich zum Teil | nimmt seine verpackte Ausrüstung entgegen ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Fr Jan 10, 2014 9:00 am

Oh natürlich durfte sein Liebster das und vor allem nach einer solchen Nacht. Auch wenn Rouven diese Worte nicht laut aussprach, so konnte Nicoló diese Worte doch auf den Gesichtszügen des Befehlshabers erkennen. Während sich der Attentäter auch schon näher gezogen fühlen konnte und sich Rouven’s Lippen beinahe stürmisch auf die seinigen presste. Mit ungestümer Wildheit drängte er seine Zunge zwischen Nicoló’s Lippen und umspielte kurz dessen Zunge. Bevor er sich auch schon notgedrungen lösen mußte und seinen Liebhaber mit einem tiefdunkeln Schimmer in seinem Augen mit seinem Blick verfolgte. “Untersteh dich, dich nackt draußen zu präsentieren. Dieses Vorrecht genieße ich alleine.“ Raunte der Dunkelhaarige, nachdem er den Abstand zu Nicoló verkürzte und seine Finger aufreizend langsam über dessen Oberkörper bis kurz vor dessen Hosenbund gleiten ließ. “Ich hätte auch keine anderen Worte akzeptiert.“ Ließ Rouven seine Stimme erklingen, die als zarter Hauch an das Gehör des Attentäters drang und er Nico kurz verspielt in dessen Ohrläppchen biss. Bevor er sich dann auch schon löste und seinen Blick erneut aufreizend langsam über die Erscheinung des Meuchlers gleiten ließ. Wahrlich wunderhübsch, durchzuckte es Rouven’s Gedanken, auch wenn er seine Gedanken für sich behielt und lediglich das schillern in seinem Blick an Intensität gewann. Von den Gedanken seines Liebsten ahnte und wußte der Dunkelhaarige nichts, während sich Rouven’s Finger langsam in Nicoló’s Hosenbund schoben und er auf seine Reaktion mit hastig pochendem Herzen gespannt lauerte. Würde er ihm diese Berührung gönnen und sogar nach mehr verlangen oder würde er ihn rigoros von sich schieben und seinen Kopf schütteln? Und dennoch spürte Rouven innerlich, dass sich etwas in Nicoló’s Leben verändert hatte. Rührte dies einzig und alleine daher, dass der Attentäter immer äußerst erschöpft zu ihm kam und sich lediglich nach seiner Nähe und Zärtlichkeit sehnte? Durchaus möglich. Doch noch ehe sich Rouven’s Lippen öffnen konnten, da flog auch sein Kopf abrupt in die Höhe ob des Geräusches, welches erklang und welches sich so fremd in diesem Augenblick anhörte. So dass sich seine Augen abrupt verengten und sein Blick den Falken seines Liebsten beinahe erdolchte.

Doch offensichtlich schien sich die Aufmerksamkeit seines Liebsten gänzlich dem Schriftstück gewidmet zu haben. So dass selbst Rouven’s zärtliche Berührungen nicht den gewünschten Erfolg hatten, was die Lippen des Dunkelhaarigen für einen kurzen Augenblick zu einem blutleeren Strich zusammen pressen ließ. “Lliebster..“ Raunte der Dunkelhaarige am Ohr des etwas Älteren und ließ seine Zungenspitze lasziv an dessen Ohr entlang und empor streichen. Er sollte sich jetzt nicht diesem dämlichen Schriftstück widmen, sondern seine Aufmerksamkeit einzig und alleine ihm widmen. Und dennoch schien Nicoló’s Aufmerksamkeit nicht gänzlich ihm zu gehören, schon gar nicht als dieser dämliche Vogel einen schrillen Schrei ausstieß und sich eine steile Falte ob jenes Geräusches zwischen Rouven’s Augenbrauen zu bilden begann. Am liebsten hätte er diesem Vogel den Hals umgedreht, auch wenn er seine Gedanken für sich behielt und stattdessen tief durchatmete. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren, mahnte sich der Dunkelhaarige im Stillen und ließ seinen nun stechenden Blick auf seinem Liebhaber ruhen. Noch immer konnte sich sein Liebster von Rouven’s stechendem Blick verfolgt fühlen, als der Dunkelhaarige einige Schritte zurück trat und Nicoló beobachtete, der das Pergament ein Fraß der Flammen werden ließ. “Keine Spuren hinterlassen.“ Murmelte Rouven mehr zu sich selbst, bevor sich sein Blick für einen kurzen Augenblick auf dem Flammenspiel niederlegte, eh’ er seine gesamte Aufmerksamkeit erneut seinem Liebhaber widmete. Von Nicoló’s wirren Gedankenspielen ahnte der Dunkelhaarige nichts und dennoch mischte sich eine Prise Argwohn in seinen Blick und ließ einen dunklen Schimmer über sein Antlitz flackern.

Den sanften Kuss seines Liebsten nahm der Dunkelhaarige kaum wahr. Denn seine Gedanken rasten und sein Blick blieb unablässig auf Nicoló’s Antlitz geheftet. Was genau verlangte der Attentäter von ihm? “Was genau verlangst du von mir?“ Erklang Rouven’s misstrauische Stimme, während es zugleich skeptisch in seinen Seelenspiegeln aufglitzerte. Schweigend neigte sich sein Kopf kaum merklich auf die Seite, während er den Worten des etwas Älteren mit einer steilen Falte zwischen seinen Augenbrauen lauschte. Das sich der junge König in unnötige Gefahr begab war dem Befehlshaber seiner Leibwache bewußt und dennoch .. woher wußte sein Liebhaber davon? “Von wem hast du Befehle den jungen König zu beschützen?“ Entwich’s als zischen den Lippen des Dunkelhaarigen, in dessen Seelenspiegeln es nun wahrlich erzürnt auffunkelte. Während er sich vor dem etwas Älteren aufbaute und tief durchatmete, damit er Nicoló nicht tätlich angriff. “Was bekomme ich von dir, wenn ich dem jungen König deinen Vorschlag unterbreite?“ Erklang Rouven’s nun völlig neutrale Stimme, auch wenn man an seiner angespannten Körperhaltung erkennen konnte, dass es dem Dunkelhaarigen gehörig gegen den Strich ging diese Worte seines Liebsten vernommen zu haben. Als es dann auch noch an der Tür klopfte wirkte Rouven’s Körper wie der eine Bogensehne angespannt. Mit zusammen gepressten Lippen verfolgte der Dunkelhaarige den Wortwechsel an der Türe und hielt sich dennoch im Hintergrund. Bis sich sein Geliebter erneut in seine Richtung wandte und erneut jene Worte formulierte, die Rouven’s Herz hastiger in seiner Brust pochen ließen. “Wie gesagt. Was bietest du mir, dass ich deinem Wunsch entspreche?“ Angebot und Nachfrage, so einfach war das nicht wahr?

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 3:15 am

Leise lachte Nicoló, als Rouven auf einmal so besitzergreifend wurde. Doch wenn jemand das bei ihm werden durfte, dann war es nun einmal der Befehlshaber der Wache. Auch wenn das perse schon sehr merkwürdig war. „Ach hast du das?“, fragte er mit einem frechen Schmunzeln auf den Lippen. Nur um dann leise zu schnurren, „Keine Sorge...ich liebe nur dich..und niemanden sonst.“, versprach er leise und erhob sich dann einfach und begann sich anzuziehen. Jedoch hatte er kaum erwartet, das Rouven jetzt so weit gehen würde. Schon wieder kam er Nicoló so nahe. Schob sogar seine Hände in die Hose des Assassinen und daher schloss Nic unter diesem Gefühl die Augen. Für einen Moment schien er mehr zu verlangen. Drängte sich dichter an die Hände des etwas Jüngeren heran. Solange, bis sein Falke ihn aus den Gedanken riss.Natürlich schenkte er dem Zettel seine Aufmerksamkeit. Versuchte es zumindest. Denn Rouven machte es ihm gar nicht einfach. Wie er ihn lasziv ansprach und weiter liebkoste. Es war so verführerisch, dass Nico sich dem am liebsten nur hingegeben hätte. Wäre da nicht sein Falke gewesen, der ihn an seine Pflichten zu erinnern schien. Etwas, dass seinem Liebhaber offenbar gar nicht gefiel, doch da musste Rouven jetzt einfach durch. Natürlich hörte er die leisen, geflüsterten Worte, die seinem Geliebten über die Lippen kamen. Misstrauisch. Doch Nicoló musste so handeln. Das waren seine Befehle gewesen. Warum er dann Rouven trotzdem fragte, ob er ihm helfen konnte, wusste er nicht. Jedoch tat er es. Etwas sehr törichtes, wie er im Nachhinein für sich feststellen musste. Jedoch würde er es jetzt durchziehen. Gleich wie misstrauisch Rouven auch war. Das musste er riskieren. In diesem Falle war es wichtiger das Gleichgewicht des Landes zu erhalten, als seine Liebe zu schützen. Auch wenn es ihm schwer fiel. Dies war ihm immer gepredigt worden, seitdem er von der Straße in die Bruderschaft gekommen war.

Die misstrauische Nachfrage von Rouven bestätigte Nics Gedanken nur noch mehr. Von wem er die Befehle hatte? Was sollte er Rouven jetzt sagen? Die Wahrheit konnte er ihm nicht sagen. Dann würde er sich sofort im Kerker wiederfinden. „Es war ein älterer Mann der mich anwarb. Sein Name ist wahrscheinlich Falsch gewesen. Sein Gesicht hab ich nicht gesehen, aber er bezahlt mich. Ich bin Söldner Rouven. Solange mich jemand bezahlt, mache ich meine Arbeit.“, erklärte er sehr ruhig. Nur um dann bei den Worten von Rouven zu überlegen. Sollte er diesen Gedanken wirklich in die Tat umsetzen? War es vielleicht ein fataler Fehler das zu tun? Ihn darauf anzusprechen? Denn Nic wusste, dass es vor allem ihn selbst in Schwierigkeiten bringen würde, wenn er so etwas tat. Handelte er dann doch gegen alles, was er geschworen hatte zu tun. Nicht zu töten, außer es musste sein. Das Gleichgewicht zu bewahren und vor allem niemals aus persönlichen Gefühlen heraus zu handeln. Zum Glück unterbrach ein Klopfen seine Gedanken und so ging Nicoló zur Tür. Einmal atmete er tief durch, als er seine Sachen entgegen nahm und verschloss dann die Tür. Hoffend, dass Rouven es sich anders überlegt hatte, fragte er noch einmal nach. Doch das war nicht der Fall. Tief atmete Nic durch und begann dann seine Sachen auf das Bett zu legen. Dann hob er den Blick zu Rouven und behielt ihn fest im Blick, „Ich helfe dir an dem Mörder deiner verstorbenen Frau Rache zu nehmen, wenn du mir hilfst.“. Kaum zu glauben, dass er das wirklich sagte. Jedoch meinte er es ernst.

Während er Rouven Zeit zum überlegen könnte, begann Nicoló sich anzuziehen. Seine schwarze Lederhose hatte er ja schon an. Daraufhin folgten andere Stiefel. Knie hoch. Genauso schwarz wie die Hose. Nur um dann ein schwarzes und leicht granitfarbense Hemd anzuziehen. Darüber folgte eine Weste mit zwei Knopfreihen. Dann folgte ein Gürtel, der sich von dem blutroten Tuch, dass unter dem Gürtel war, abhob. An diesem befand sich eine Gürteltasche. Ein paar Wurfdolche, und seltsame kleine Pfeile. Genauso wie ein Langdolch und ein Anderthalbhänder. Dann zog er seine Handschuhe an und nahm dann schließlich einen langen Mantel an. Welcher zwar rote Akzente hatte, aber hauptsächlich auch schwarz und granitfarben gehalten war. Selbst die feinen Stickereien. Den Mantel ließ er jedoch offen und schon zog er einen Köcher um und hängte seinen Bogen an den Rücken. Die Kaputze, die am Mantel befestigt war, zog er jedoch nicht auf. Schließlich kontrollierte er den Sitz seiner Armschienen, die er schon vor dem Mantel angezogen hatte. Erst jetzt wanderte sein Blick wieder zu Rouven. Auch wenn er ruhig wirkte, war er doch innerlich unsicher. Würde Rouven jetzt noch misstrauischer werden? Wahrscheinlich, denn Nicoló sah alles andere aus, als wie ein gewöhnlicher Söldner. „Und...ist dir das Bezahlung genug?“, fragte er ernst, „ Und mach dir keine Sorgen. Wenn ich etwas herausfinden will, bekomme ich antworten. Ich bin schon lange in dem Geschäft tätig und kenne da so den einen oder anderen, der uns in dem Falle helfen könnte. Ich würde dir den Weg zu dem Kerl frei räumen, damit du ihn von Hand umbringen kannst.“.

[Bei Rouven | Zieht sich an | nennt die Bezahlung ]
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Rouven

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 3:53 am

Dem leisen Lachen seines Liebsten begegnete der Dunkelhaarige mit einer steilen Falte zwischen seinen Augenbrauen. Während er sich äußerst an Nicoló heran drängte und seine Finger über dessen Oberkörper gleiten ließ. Mit einem leisen Lächeln auf seinen Lippen nahm der Dunkelhaarige die Worte seines Geliebten wahr und neigte seinen Kopf kaum merklich von einer Seite auf die andere. “Oh natürlich habe ich das Recht.“ Erklärte Rouven mit einem süffisanten Schmunzeln auf seinen Lippen. Bevor er sich erneut näher beugte und mit seiner Zunge über Nicoló’s Unterlippe glitt, bevor er nach dieser haschte und seine Zähne in der Unterlippe seines Geliebten vergrub. Bevor er dann bemerkte wie sein Liebster etwas erwiedern wollte und so löste der Dunkelhaarige seine Zähne aus Nicoló’s Unterlippe. Doch nur so lange, bis er seinen Worten gelauscht hatte und ein dünnes Lächeln über seine Lippen huschte. “Das möchte ich auch hoffen.“ Erklärte der Befehlshaber der Wache mit einem entschiedenen Klang in seiner Stimme und verfolgte eine jede seiner Bewegungen mit einem lauernden Flackern in seinem Blick. Bevor er den Abstand zwischen ihren beiden Körpern erneut überbrückte und seine Finger abermals Kontakt mit Nicoló’s Haut suchten und diese schließlich auch fanden. So das er seine Finger aufreizend an seinem Hosenbund entlang gleiten ließ, bis er seine Finger langsam tiefer schob und offensichtlich auf keinerlei Widerstand stieß. Ein Umstand der das Lächeln auf seinen Lippen verruchter anmuten ließ, während er sich näher drängte und seine Finger dadurch tiefer wanderten. Das sich der etwas Ältere dichter an seine Finger heran drängte ließ ein zufriedenes schnurren über Rouven’s Lippen entfliehen. Bis dann jedoch das erscheinen des Falken ihre Zärtlichkeitsbekundungen unterbrach und ein gereiztes Geräusch über Rouven’s Lippen entfloh. Während im selben Atemzug misstrauische Worte über Rouven’s Lippen drangen und sich eine steile Falte zwischen seinen Augenbrauen zu bilden begann. Was hatte das zu bedeuten und wieso verbrannte sein Liebster das Pergament? Wieso vermied er es so pedantisch keine Spuren zu hinterlassen? Sein Geliebter war doch lediglich ein einfacher Söldner, mehr auch nicht.

Und dennoch kam Rouven nicht umhin dieses merkwürdige Gefühl des Misstrauens in seinem Körper lodern zu spüren. So das er dem Misstrauen in sich schließlich eine Stimme verlieh und seinen Liebsten direkt darauf ansprach. Wie würde Nicoló nun auf diese Worte reagieren und erhielt er überhaupt eine Antwort die das leise argwöhnische Stimmlein in seinem Hinterkopf zum Verstummen bringen würde? Von wem hatte Nicoló diese Informationen, dass das Leben des jungen Königs in Gefahr war? Auch wenn Rouven selbst wußte, dass schon immer das Leben des derzeitigen Königs in großer Gefahr war und ein jeder auf dem Thron in Gefahr schwebte, so war es für ihn doch nicht verständlich woher ein einfacher Söldner solche durchaus geheimen Informationen hatte. “Woher weißt du davon und wer hat dir diese Informationen gegeben?“ Mit zerwühlten Haaren und einem dunkeln funkeln in seinem Blick fixierte der Befehlshaber der Wache seinen Liebsten. Während sich ein autoritärer Klang in seine Stimme geschlichen hatte. Eine Stimme die es gewohnt war das man seinen Befehlen unverzüglich Folge leistete und keine Widerworte gab. “Ein älterer Mann warb dich an? Ein einfacher Söldner ich weiß.“ Und dennoch konnte der Dunkelhaarige den Argwohn und das Misstrauen nicht gänzlich aus seinem Blick und seiner Stimme vertreiben, während er seinen Blick langsam über die Erscheinung seines Liebsten gleiten ließ. Als ihm sein Liebster erneut seinen Vorschlag unterbreitete, sog der Dunkelhaarige scharf die Luft ein und fixierte Nicoló mit einem unsteten flackern in seinem Blick. Woher hatte ein einfacher Söldner überhaupt die Möglichkeiten an den Mörder seiner geliebten Frau zu gelangen? Während sich jener Gedanke unauflöslich in Rouven’s Gehirnwindungen gebrannt hatte und er diesen Gedanken einfach nicht los wurde .. zumindest nicht so schnell.

Als sich der etwas Ältere im nächsten Augenblick seinen Kleidungsstücken zuwandte und Rouven aus nächster Nähe beobachten konnte, wie der ansehnliche Körper seines Geliebten unter der Schicht an Kleidung verschwand. Doch nicht die Kleidung schien Rouven stutzig zu machen, sondern das Waffenarsenal welches sich am Körper seines Geliebten befand. “Für einen einfachen Söldner bist du aber sehr gut mit Waffen ausgestattet Nicoló.“ Durchschnitt Rouven’s Stimme die zwischen ihnen entstandene Stille. Während sich die steile Falte zwischen seinen Augenbrauen zu vertiefen begann und es in seinem Blick intensiv loderte. “Ich habe einen Verdacht Nicoló. Aber diesen Verdacht werde ich erst äußern, wenn du mir deine gesammelten Informationen lieferst. Oder den Kopf dieses Mörders“ Mit Wut in der Stimme entwich jenes letzte Wörtchen als zischen über Rouven’s bleiche Lippen. Bevor er auch schon tief durchatmete und wieder Herr seiner selbst war. Während sein Blick erneut über die Erscheinung seines Geliebten wanderte und an den Farben seiner Kleidung haften blieb. “Ein einfacher Söldner kann sich Stoffe von dieser Qualität leisten?“ Während er bei diesen Worten näher getreten war und über den Stoff seines Kapuzenumhangs glitt.

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 4:27 am

Es war nur all zu gut zu hören, dass Rouven misstrauisch war. Ihm auf einmal nicht mehr wirklich zu vertrauen schien und die Art des Befehlshabers heraus hängen ließ. Eine Situation, die für den Assassinen durchaus gefährlich, wenn nicht gar tödlich enden konnte. Das wusste er. Jedoch war es ein Berufsrisiko. Etwas, mit dem er seit dem ersten Tag seiner Ausbildung leben musste. Er sagte Rouven jedoch so viel, wie er Preis geben konnte. Selbst das war eigentlich schon zu viel. Warf offenbar bereits jetzt schon zu viele Fragen auf. Worauf hatte sich Nic da nur eingelassen? Warum hatte er nur diesen vollkommen irrwitzigen Plan wirklich in die Tat umsetzen müssen? Denn jetzt musste er diesen Weg einschlagen. Er hatte ihn bereits betreten und jetzt gab es kein zurück mehr. Denn Rouven wusste, so ungefähr, was Nicoló vor hatte. Wenn dieser ihn auffliegen ließ, war der ganze Auftrag fehlgeschlagen. Natürlich entging ihm nicht, wie sein Geliebter ihn dabei beobachtete, wie er sich anzog. Wie er seine Waffen anlegte. Wieder eine Frage, die Nic nicht einfach leichtfertig beantworten durfte. Nicht einfach beantworten konnte. Dennoch sah er ruhig zu Rouven auf. Offenbar kannte er es, so mit Fragen zu durchlöchert zu werden. „Ich bin einer der wenigen Söldner, die man als Ein-Mann-Armee bezeichnet. Zumindest unter uns Söldnern. Weswegen meine Entlohnung auch deutlich höher ausfällt, als die der Söldner, die in einer Gruppe arbeiten. Ich muss mein Geld nicht teilen. Deswegen habe ich so viele Waffen.“, erklärte er vollkommen ruhig und gelassen.

Eine weitere Frage kam und Nic beobachtete, wie sich Rouven ihm näherte. Er wurde das Gefühl nicht los, das sein Geliebter ihm jeden Moment in den Kerker stecken wollte. „Warum bist du jetzt auf einmal so misstrauisch. Vertraust du mir nicht mehr?“, fragte er ruhig und beobachtete jede Reaktion von dem Dunkelhaarigen. „Ich liebe dich Rouven. Ich würde nie etwas tun, dass dir schadet.“, sagte er leise. Nur um dann mit den Fingern über den Stoff seines Mantels zu streichen, „Ich sagte ja, ich lasse mich gut bezahlen. Da kann man sich solch einen Stoff für Aufträge leisten. Aber dementsprechend bin ich auch sehr pingelig mit diesem Stoff..“, fügte er mit einem ruhigen Schmunzeln hinzu. Aber dennoch sollte das Thema ernster werden. Immerhin ging es jetzt wieder um den Auftrag und nicht darum, wie Nicoló ausgestattet war – oder was für Kleidung er trug. Es ging um die Bezahlung, die er Rouven angeboten hatte und die Wortwahl, die sein Geliebter wählte. Nico konnte ihm also auch einfach den Kopf liefern? Würde er dann seinem Geliebten dann nicht die Rache nehmen? War das nur eine Falle, die der etwas Jüngere ihm stellte?

Ich würde mich erst beginnen umzuhören, wenn wir wieder da sind. Erst die Arbeit, dann die Bezahlung. So läuft es in meinem Geschäft nun einmal.“, schilderte er dann schließlich ruhig. Nur um Rouven dann ernst anzusehen, „Ich mache dann das, was du von mir verlangst. Entweder liefere ich dir Informationen und bringe dich zu ihm – oder ich liefere dir seinen Kopf auf dem Silbertablett hier ab. Ich tue einfach das, was du dann von mir verlangst. So wie ich es dir angeboten habe.“. Ob er gerade in eine Falle des Befehlshabers herein lief, der ihm auf einmal nicht mehr zu trauen schien? Es war ihm gleich. Es war vollkommen gleich, denn er hatte jenen Pfad ja schon betreten. Würde er jetzt einen Rückzug machen, dann wäre es auffälliger, als wenn er es jetzt einfach durchziehen würde. Auch wenn es ihm nicht gefiel, wie Rouven gerade mit ihm umging. Ganz und gar nicht. Jedoch konnte der Assassine das sehr gut verbergen. „Und..sind wir im Geschäft?“, fragte er dann nach und hielt ihm ruhig die Hand hin. Ob Rouven auf diesen Deal eingehen würde? Nicoló hoffte es. Denn er wollte seinen liebsten weder Fesseln, noch wegsperren und schon gar nicht umbringen. Doch für eine dieser Möglichkeiten musste er sich dann entscheiden, sollte der Dunkelhaarige ablehnen. Gut sie hatten sich schon mal gegenseitig gefesselt, aber das betraf...gewisse Bettgeschichten. Dieses Mal würde Nico ihn richtig Fesseln, so wie er es in seiner Ausbildung gelernt hatte.

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 4:56 am

Wenn Rouven auch nur die leiseste Ahnung hätte mit w e m er da gerade sprach und das sein Liebster tatsächlich der Bruderschaft angehörte, dann würde der Dunkelhaarige garantiert nicht so ruhig bleiben können, wie er es in diesem Augenblick noch wahr. Auch wenn sich eine gewisse Autorität in seine Stimme und in seine Körperhaltung geschlichen hatte. Ein Umstand, den er sich leisten konnte seitdem er Befehlshaber der Wache des Königs war. Und dennoch ließ er sich seinen Titel niemals anmerken. Oder? Vielleicht doch, zumindest in diesem Augenblick, ein klitzekleines bisschen. Aber das war nur weil ihn das Auftreten seines Liebsten misstrauisch gemacht hatte und jener Argwohn schien sich noch nicht gelegt zu haben. Während der Dunkelhaarige völlig regungslos verharrte und seinen Blick dennoch keinen einzigen Augenblick von dem vermeintlichen Söldner nahm. So als wollte er hinter die Maske und Fassade Nicoló’s blicken und dadurch herausfinden, was ihm sein Liebster verschwieg. Denn dass er ihm etwas verschwieg spürte Rouven deutlich, auch wenn dieser Gedanken sich lediglich als kribbeln in seinem Körper festgesetzt hatten und er noch keinen nennenswerten Anhaltspunkt für seinen Verdacht hatte. Noch immer schweigend verfolgte Rouven wie sich sein Liebster anzog und wie er seine Waffen fein säuberlich und dennoch akribisch an seinem Körper befestigte. Merkwürdig das ein einfacher Söldner so viele Waffen am Körper trug, geisterte es dem Dunkelhaarigen durch den Kopf. Auch wenn er seine Gedanken noch für sich behielt und der Argwohn in seiner Brust dennoch stetig zunahm. “Du bist einer der wenigen Söldner die man als Ein-Mann-Armee bezeichnet? Ist dem so Nicoló?“ Erklang Rouven’s von Misstrauen durchzogene Stimme, während er seinen Kopf langsam von einer Seite auf die andere neigte und seinen Blick dennoch weiterhin beinahe durchbohrend auf seinem Geliebten ruhen ließ. “Und aus diesem Grund trägst du auch so viele Waffen mit dir herum? Das ist mir bei einem einfachen Söldner noch nicht wirklich untergekommen. Und dabei dachte ich, dass nur s i e bis an die Zähne bewaffnet sind.“ Worauf Rouven bei diesem bedeutenden Wörtchen s i e anspielte, dürfte Nicoló bekannt sein.

Und dennoch schüttelte der Dunkelhaarige im nächsten Moment kaum merklich seinen Kopf und fuhr sich durch seine dunklen Haare. “Es tut mir Leid. Ich wollte nicht so misstrauisch sein. Aber das bringt nun mal meine Berufung so mit sich.“ Erklärte Rouven mit einem Lächeln in seiner Stimme, auch wenn seinem Blick etwas wölfisches anhaftete und er seinen Blick weiterhin stechend auf seinem Liebsten ruhen ließ. “Ich liebe auch dich Nicoló. Niemals könnte ich dir etwas antun.“ Während der Befehlshaber auch schon tief durchatmete und seinen Blick mit einem anzüglichen Lächeln über die Erscheinung seines Liebsten gleiten ließ. “Ohne den ganzen kostbaren Stoff hast du mir trotzdem besser gefallen.“ Raunte Rouven mit einem vibrierenden Timbre in seiner Stimme, nachdem er sich näher geschoben hatte und seine Finger über den durchaus kostbaren Stoff des Kapuzenumhangs seines Liebsten streichelten. Während er seine Finger im nächsten Moment langsam zurück zog und seinen Blick unnatürlich lange auf Nicoló’s Erscheinung ruhen ließ. Bevor er auch schon auf seine Worte nickte und das Thema damit als beendet erklärte. Auch wenn sich das Misstrauen in seinen Eingeweiden eingenistet hatte und Rouven sich dabei ertappte wie sein Blick immer wieder mit jenem argwöhnischen glühen in seinen Iriden auf Nicoló’s Erscheinung niederlegte. Ein Umstand den Rouven schleunigst aus der Welt schaffen wollte und was ihm dennoch nicht wirklich zu gelingen schien.

Als ihm sein Liebster die Konditionen zu erläutern begann, spannte sich Rouven’s Körper kaum merklich an, während es zugleich dunkel in seinen Seelentiefen aufzulodern begann. Erst die Arbeit, dann die Bezahlung? Was war, wenn der junge Prinz den Vorschlag seiner Leibwache ablehnte? Wenn er auf Rouven’s Vorschlag gar nicht erst einging und seine Worte als blanken Unsinn abtat? “Wenn der junge König auf meinen Vorschlag eingeht und meine Worte akzeptiert. Dann verlange ich von dir, dass du dich augenblicklich umhörst und mich dann zu ihm bringst.“ Fordernde Worte waren es, die dem Dunkelhaarigen in diesem Augenblick über die Lippen entwichen, während sein nun ruhiger Blick auf den Gesichtszügen seines Liebsten ruhten und Rouven tief durchatmete. “Und dann wirst du mir erklären wie du an diese kostbaren Stoffe gelangt bist.“ Raunte Rouven mit einem gefährlichen Timbre in seiner Stimme nahe an Nicoló’s Lippen. Bevor sich sein Blick auch schon auf die ihm entgegen gestreckte Hand richtete und der Dunkelhaarige tief durchatmete. Eh‘ er dann doch einschlug und bekräftigend nickte. “Wir sind im Geschäft!

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 10:48 am

Nur noch mehr Argwohn und Misstrauen sprang Nicoló entgegen. Kaum dass Rouven auf seine Erklärung antwortete. Wenn man es als Antwort bezeichnen konnte. „Das habe ich dir gesagt Rouven...“, sagte er ruhig und offenbar gelassen. Äußerlich wirkte er eben so, als würde er nicht wissen, was seinen Geliebten jetzt misstrauisch machen konnte. Erst bei den nächsten Worten legte Nic etwas den Kopf schief und musterte das Gesicht seines Liebsten sehr genau. Natürlich lauschte er jedem einzelnen Wort und innerlich warnte ihn ein Stimmchen, als Rou ihn direkt auf die Bruderschaft ansprach. Denn SIE war immer das Wort, mit dem man von der Assassinenbruderschaft sprach. Das hatte Nic schon gewusst, als er noch ein kleiner Dieb auf dem Markt gewesen war. „Ich sagte doch, dass ich kein gewöhnlicher Söldner bin Rouven. Dann ist es wohl auch nicht verwunderlich, wenn ich mehr Waffen trage, als manch anderer.“, erklärte er schlicht. Ging geflissentlich nicht auf die Bruderschaft ein. Warum sollte er auch? Als Söldner interessierten sie ihn nicht. Solange sie ihm keinen Auftrag weg nahmen. Insgeheim wachsam, beobachtete er, wie Rou den Kopf nun doch schüttelte. Sich entschuldigte und dennoch kaufte Nicoló dies seinem Liebsten nicht ab. Weswegen die nächsten Worte des Dunkelhaarigen schmerzhaft waren. Schmerzhafter, als sich das der Assassine vorgestellt hatte. Einfach so sprach Rouven diese Worte aus. Nur um ihm dann jedoch trotzdem immer wieder einen misstrauischen Blick zu zuwerfen. Immer mehr wurde dem Mörder, schmerzlich, bewusst, dass er wahrscheinlich mit seiner kleinen Bitte ihre Beziehung zerstört hatte. Wie gut, dass er noch einmal seine eine Schnalle vom Stiefel nach ziehen musste. So konnte er für einen kurzen Moment den Blick abwenden und man bemerkte nicht, wie fest sich seine Finger um jenes Lederband schlossen.

Als er sich wieder aufrichtete, spürte er, wie Rouven über den feinen Stoff seiner Kluft strich. Ihm leise Worte entgegen raunte. Worte, denen Nico jetzt irgendwie mit gemischten Gefühlen gegenüber stand. Dennoch grinste er etwas schief, „Komisch, ich dachte die Farbe steht mir und macht mich noch anziehender..“. Seine übliche und wirkliche Art auf solche Dinge zu antworten. Selbst wenn ihm eigentlich gerade gar nicht danach war. Dennoch entgingen ihm jetzt auch nicht die Blicke des etwas Jüngeren. Trotzdem versuchte Nicoló klar die Vereinbarung zu erläutern. Kurz hob er eine Augenbraue, als Rouven jene ändern wollte. Er traut dir nicht mehr, jener Gedanke schoss so schnell durch seinen Kopf, wie ein Pfeil durch sein Fleisch dringen konnte. Dennoch nickte Nic ruhig, „Gut. Wenn es fest steht, dass wir mit in den Krieg ziehen, fange ich schon an mich umzuhören. Solange, bis das Heer los zieht. Danach werde ich meine Arbeit fortsetzen.“, erklärte Nicoló, denn er musste natürlich seinem aktuellsten Auftrag erst einmal das Hauptaugenmerk schenken. Erst dann würde Rouvens 'Bezahlung' kommen. Nicht anders herum. Als er ihn nach den kostbaren Stoffen fragte, hob Nic wieder eine Augenbraue. Nur um dann schließlich leicht mit den Schultern zu zucken. „Das hab ich dir gesagt. Ich habe sie mir verdient, durch meine Arbeit konnte ich den Stoff bezahlen. Mehr war es nicht..“, erklärte er ruhig. Wieder Worte, die ihm klar machten, dass Rouven ihm nicht mehr vertraute. Vielleicht sollte er sich von dem Befehlshaber zurück ziehen, sobald er seine beiden Aufträge abgeschlossen hatte? Es wäre wahrscheinlich das Beste. So misstrauisch wie Rouven war, würde er wohl bald das kleine Geheimnis entdecken. Außerdem würde dieses misstrauen jede gemeinsame Stunde für beide zu einer endlosen Qual werden lassen.


Endlich schlug Rouven ein und kurz schüttelte Nicoló die Hand seines Geliebten. Erst dann ließ er die Hand des Dunkelhaarigen los und klopfte sich einmal auf die Schulter. Lautlos flog der Falke auf jene Schulter und machte es sich dort bequem. Kurz wühlte Nic in seiner Manteltasche und zog ein totes Küken hervor. Jens reichte er dem Tier und sah dabei zu, wie sein Gefährte jenes genüsslich verschlang. Innerlich musste er schmunzeln. Sein Großmeister dachte doch wirklich an alles. Ob er jemals so werden könnte? Wohl kaum. Weswegen er sich immer wieder fragte, warum der alte Mann gerade ihn ausgewählt hatte, vielleicht die Stellung des neuen Großmeisters anzunehmen. Doch das waren keine Gedanken, die jetzt hier her gehörten. Denn jetzt heftete sich sein Blick wieder auf Rouven, „Solltest du dich dann nicht mehr anziehen?“, fragte er mit einem süffisanten Schmunzeln auf den Lippen. „Immerhin hast du deinen Teil des Geschäftes zu erfüllen.“, erklärte er ruhig und strich dem Falken mit einem Finger über das Brustgefieder.

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BeitragThema: Re: Kapitel 1 ; Welcome to the Masquerade   Sa Jan 11, 2014 11:36 pm

Waren diese Räumlichkeiten bis vor wenigen Augenblicken noch von lustvollen Geräuschen durchzogen. So hing nun Argwohn und Misstrauen über den Köpfen der beiden Protagonisten. Während Rouven tief durchatmete und seinen Kopf kaum merklich auf die Seite neigte, als er die Stimme seines Liebsten wahr nahm. Natürlich hatte er es ihm gesagt und dennoch spürte Rouven ein merkwürdiges Gefühl in seinem Körper, dass ihn vor etwas oder jemanden zu warnen schien. Auch wenn der Befehlshaber noch nicht wirklich wußte, wie er mit diesem leisen Stimmchen umzugehen hatte, so würde er es nicht ignorieren. Zumindest noch nicht, bis ihm nicht das Gegenteil präsentiert wurde. Während sich sein Blick erneut auf der Erscheinung des Attentäters niederlegte und er sich dabei ertappte wie seine Augen langsam und zugleich genußvoll über Nicoló’s Statur wanderten. Als würde er den Meuchelmörder an diesem Tag zum ersten mal erblicken und müsste sich seinen Körper erst einprägen. Und dennoch gingen Rouven viel zu viele Gedanken im Kopf herum, so das er seine Lippen zu einem blutleeren Strich zusammen presste und seine Finger für einen kurzen Augenblick zu Fäusten ballte. Vielleicht wäre es tatsächlich besser er würde etwas Abstand nehmen und mit seinen Gedanken wieder in’s Reine kommen? Ein Gedanke der dem Befehlshaber ganz und gar nicht gefiel und so stemmte er sich gegen diesen Gedankengang und fixierte seinen Liebsten stattdessen nur noch schärfer. “Stimmt. Das sagtest du bereits. Du bist eine Ein-Mann-Armee und kannst dir aus diesem Grund diese Waffen und diese Stoffe leisten.“ Erfolgte die Stimme des Dunkelhaarigen auf die gesprochenen Worte seines Geliebten, selbst wenn Rouven den Argwohn noch nicht gänzlich aus seiner Stimme verbergen konnte und auch sein Blick von Misstrauen geschwängert auf Nicoló’s Gesicht ruhte. Bevor der Dunkelhaarige auch schon seinen Kopf schüttelte und sich bei seinem Geliebten für sein Misstrauen entschuldigte. Auch wenn da noch immer jenes bohrende Gefühl in seinen Gedanken steckte und ihn jenes Gefühl einfach nicht losließ, so wollte er doch nicht das etwas zwischen ihnen stand. Ob Nicoló genauso dachte oder wandte er sich von ihm ab und gab ihm unmissverständlich zu verstehen, dass ihre Beziehung so keinen Wert hatte?

Schweigend beobachtete Rouven eine jede Bewegung des Attentäters. Und als sich Nicoló schließlich wieder aufrichtete hatte sich der Dunkelhaarige äußerst nahe vor ihn gestellt und ließ seine Finger über den feinen Stoff seiner Kleidung gleiten. “Und dennoch siehst du ohne Kleidung an deinem Körper umwerfender aus.“ Raunte der Dunkelhaarige mit einem lasziven Timbre in seiner Stimme. Bevor er sich dann auch schon zurück zog und das Misstrauen in seinen Blick zurück kehrte. Auch wenn er sich jenes Gefühl nicht anmerken ließ und er sich eine gänzlich neutrale Maske auf sein Gesicht gezaubert hatte. Auch wenn der Befehlshaber instinktiv wußte, dass Nicoló hinter seine aufgesetzte Fassade und Maskerade blicken konnte und alleine jener Umstand ließ sein Herz einige Takte rascher in seiner Brust pochen. Bevor er sich dann auch schon zu Ruhe und Ordnung rief und tief durchatmete. Und dennoch versuchte der Befehlshaber die Spielregen nach seinen Vorstelllungen zu ändern, was ihm nun seinerseits einen merkwürdigen Blick seines Geliebten einbrachte. Doch auf diesen Blick reagierte Rouven erst gar nicht, lauschte stattdessen seinen Worten und spürte instinktiv, wie sich sein Blick auf Nicoló’s Lippen festsaugte. “Du wirst mich doch nicht enttäuschen oder Nicoló?“ Raunte Rouven nahe an den Lippen seines Liebsten, nachdem er sich abermals näher gebeugt hatte und seine Finger erneut nicht bei sich behalten konnte. Denn diese glitten über die Brust seines Geliebten und krallten sich für einen kurzen Augenblick in dessen Stoff fest, so das er Nicoló abrupt näher zerren konnte. “Enttäusche mich nicht.“ Murmelte Rouven nahe an den Lippen des Attentäters, nachdem er ihm einen fordernden Kuss stahl und sich dann auch schon zurück zog.

Mit noch immer jenem argwöhnischen flackern in seinem Blick schlug der Dunkelhaarige schließlich ein und besiegelte damit ihren gemeinsamen Deal. Jetzt durfte nur nichts schief gehen, durchzuckte es Rouven’s Gedanken, auch wenn er sich von diesen Gedanken nichts anmerken ließ und sein Blick abermals über Nicoló’s Gesicht wanderte. Schweigend beobachtete Rouven wie sein Liebster den Falken zu sich lockte und diesem seine Mahlzeit verabreichte. So das sich Rouven’s Kopf kaum merklich auf die Seite neigte, bevor die Worte des Attentäters an sein Gehör drangen. “Ich dachte ich gefalle dir so besser.“ Schmunzelte der Dunkelhaarige in Nicoló’s Richtung, bevor er sich nach seiner Kleidung bückte und in diese schlüpfte. Jetzt durfte ihm kein Fehler unterlaufen, denn sonst wäre ihr gemeinsamer Deal geplatzt und somit nichtig. Aber nicht nur bei ihm lag die Fehlerquote extrem hoch, auch Nicoló hatte damit zu kämpfen, nicht wahr?

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